Informationen zum Ökolandbau1. Geschichte und Bedeutung des Ökolandbau | |
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Der ökologische Landbau ist seit etwa hundert Jahren in der Entwicklung begriffen. Erste Impulse für die Entwicklung dieser Landbaumethode konnten 1924 von Rudolf Steiner gesetzt werden, der bei einer Vortragsreihe in Breslau den Grundstein für die Richtung der biologisch-dynamischen Landwirtschaft gelegt hat. Nach dem zweiten Weltkrieg ging aus dieser Richtung der Demeter-Anbauverband hervor. Die Richtung der organisch-biologischen Landwirtschaft wurden von in den 50er und 60er Jahren von dem Schweizer Hans Müller entwickelt und von Landwirten vor allem in Süddeutschland umgesetzt, die sich in den 70er Jahren zum Bioland-Anbauverband zusammenschloßen und gemeinsame Richtlinien für den biologischen Anbau entwickelten. Ein wichtiges Kernelement eines Anbauverbandes ist die gegenseitige Kontrolle der lokalen Landwirte. Die Bio-Richtlinien sind insofern private Standards, die auf der Basis von Eigeninitiative kontrolliert wurden. Die Idee der Transparenz gegenüber den Verbrauchern spielte bereits in der Gründungsphase eine wichtige Rolle. Von EU-Institutionen wird der ökologische Landbau seit Ende der 80er Jahre gefördert. Die Gründe für diese Förderung lagen zunächst im Bereich Marktentlastung. Mit der ersten EU-Richtlinie zum ökologischen Landbau, der EU-VO 2092/91 wurde die Anbaumethode definiert, die Kontrolle geregelt und der Begriffe "ökologisch" bzw. "biologisch" geschützt. Lebensmittel dürfen seither nur als "ökologisch" bezeichnet werden, wenn sie in Übereinstimmung mit dieser Richtlinie produziert werden. Dies hat für den Anbau sehr viel Rechtsscherheit gegeben und maßgeblich zum Wachstum des Ökolandbaus beigetragen. Es gibt verschiedene Definitionen von ökologischem Landbau. In Deutschland haben die wichtigsten Verbände (z.B. Bioland oder Demeter) eigene Richtlinien. Die International Federation for Organic Farming Movement (IFOAM) ist die Dachorganisation der nationalen Ökoverbände. Auf ihrer Webseite (http://www.ifoam.org/) ist eine Definition zu finden, die die einzelnen Basis-Organisationen erarbeitet haben. Die EU-Öko-Verordnung der EU-Kommißion und der Codex Alimentarius der FAO liefern weitere Definitionen des ökologischen Landbaus. Die einzelnen Definitionen sind entweder relativ allgemein gehalten oder den spezifischen nationalen Rahmenbedingungen angepaßt. Es gibt insgesamt eine breite Diskussion über die Weiterentwicklung der Richtlinien des ökologischen Landbaus. Hierbei spielen vor allem der Naturschutz und die Ausarbeitung sozialer Standards eine Rolle | |
2. Ziele und Grundprinzipien des ökologischen Landbaus | |
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Der ökologische Landbau wird häufig durch das Weglassen von bestimmten Betriebsmitteln und Einschränkungen der Produktion definiert. So zeichnet sich der ökologische Landbau durch folgende Einschränkungen aus (Bioland 2000; Naturland 2002b):
Eine solche Definition beschreibt zwar die Einschr änkungen des ökologischen Landwirtschaft, es gibt in den Richtlinien jedoch darüber hinaus eine gestaltende Komponente, die bei Definitionen häufig vernachlässigt wird. Folgende Prinzipien zeichnen den ökologischen Landbau aus:
Autor: Sebastian Lakner (mit freundlicher Genehmigung), 20.04.2007 |